Es bewegt sich … wieder!

Nach langer Abwesenheit bewegt sich hier wieder was. Starten wir mit neuer Kraft in das Jahr 2015. Auf Füßen, auf einem Brett, auf zwei Reifen. Bis zur ersten MTB-Tour ist es noch ein wenig hin. Die letzte Snowboardsession war vor kurzem. Also ‘raus vor die Tür zum Training: Bewegung am Boden.

Winterlandschaft bei Kißlegg

Winter im Allgäu – und kein Mensch zu sehen.

 

 

Elementerde ist angekommen und hat gleich etwas verloren

Gestohlen, aber nicht vergessen

Gestohlen, aber nicht vergessen

Hallo, Servus, Moin und Tach … aus München.

Nach einer etwas längeren Umbauphase ist Elementerde in München angekommen. Ich wohne, arbeite, laufe und radle jetzt hier … und schreibe wieder meinen Blog! Alles ist neu: Neue Stelle, neue Kollegen, neue Wohnung, neue Stadt … aber halt! Aus München bin ich erst vor etwas mehr als drei Jahren weggezogen und so viel hat sich nicht verändert. Ich bin also froh, jetzt meinen Posts ein #münchen beisetzen zu können. Tschööö @köln! Und ich freu mich euch wieder mit Geschichten aus meinem natürlichem Habitat erzählen zu können; aus dem Element Erde, das sich eben jetzt in Bayern befindet.

Aber oh weh! So viel habe ich zwar jetzt an Berg, Fluss und Stadt dazugewonnen, aber gerade vergangenen Woche stand ich mit Schock geweitetem Mund im Keller und starrte auf den Platz, wo ein paar Tage zuvor noch mein geliebtes Scott Genius 20 stand. Böse, bitterböse Menschen … nein WiXXXer habe das Rad aus dem Keller, aus einem Verschlag geholt, dabei das Fahrradschloss geknackt ohne Dreck zu machen und NUR das Scott mitgenommen!

Nachfolgend stand eine Polizeistreife bei mir vor der Türe, um den Fall aufzunehmen. Als regelmäßiger Tatort-Zuschauer an das Procedere gewohnt, habe ich alle Fragen routiniert beantwortet, die Beamten mit Fakten zum Rad überschüttet. Als dann der Satz fiel “Dann ruf jetzt mal die Spusi an!” hoffte ich insgeheim, dass gleich auch noch Batic und Leitmayr zu Besuch kommen.

Die Dame von der Spurensicherung hat mir dann noch ein paar interessante Facts verraten:

1) In München gibt es eigentlich nur drei Modelle für Kellerabteile.
2) Das Metall unseres Modells ist extrem günstig für Diebe, weil kaum Fingerabdrücke zurückbleiben.
3) Besonders beruhigend: Wenn nur eins und gleich das beste Rad gestohlen wurde, kann man von gezielter Beobachtung ausgehen…

Die Aufklärungschancen bei Fahrraddiebstahl sind bekanntlich gering, oft gehen die Bikes sofort ins Ausland. Ich verabschiede mich also bei meinem treuen Freund Scotty, mit dem ich drei große Touren (eine mehrtägige Tour durchs Allgäu, den letzten AlpenX und die Tour d’Eifel) gemacht habe und noch einige 1000 Kilometer an Rhein, Isar, Königsforst, Tegernsee und im Bergischen Land zurück gelegt habe…  es war hart, aber wir sind immer angekommen! Danke.

– – –

Und weil ich nicht ohne (m)eine heiße Maschine sein kann, habe ich schon meine Fühler ausgestreckt und da ‘was Feines am Tegernsee entdeckt. Zeitlich kam der Raub meines Rades dann zumindest passend zum Herbstverkauf vieler Hersteller… und was ist ein besserer Motivator für die kalten Herbst- und Winterrunden mit dem Bike als ein neues?! :-)

 

 

Linktipp: TAZ – Kampfradler in Berlin

Ein Fahrradverbotsschild vor unscharfem Hintergrund

Fahrräder verboten – Kampfansage?!

Nur ein kurzer Eintrag heute.

Zum Thema Fahrrad vs. Stadtverkehr hatte ich mich ja schon im Artikel zum Deutzer Ottoplatz ausgelassen. Gestern erschien in der TAZ ein wirklich anregender Artikel zum sogenannten “Kampfradler”. Die einen verweisen darauf, dass Biker nicht kämpfen, sondern lieber die bestehenden Gesetzeslücken beispielsweise für Critical Mass Fahrten nutzen, ansonsten den Ruf der Radler nicht weiter ruinieren sollen. Die anderen -so auch der Autor des TAZ-Artikels – stellt eine ganz andere These auf, die in Richtung des “shared space“-Ansatzes geht: Weg mit den Ampeln – rechts-vor-links für alle! Das entspricht nicht nur der Elementerde-Meinung, sondern auch der täglichen Erfahrung.

Regelverstöße, die Leben retten – TAZ, 30.5.13

Viel Spaß beim Lesen, Auf- und Anregen, beim Biken!

Tatort Ottoplatz

Schilderirrsinn am Ottoplatz

Schilderirrsinn am Ottoplatz

Wenn jemand das Wort “Tatort” gebraucht, denken die meisten wohl zuerst an den Sonntag Abend auf der Couch. In zweiter Linie an die krude Wirklichkeit in dieser Stadt vor dem Wohnzimmerfenster. Aber beide Assoziationen verbindet, dass es sich mehr oder weniger um blutige, tödliche oder lebensgefährliche Geschehnisse dreht. Und das genau zeichnet den Köln-Deutzer Ottoplatz aus, eine seit Wochen vor dem dortigen Bahnhof gelegene Baustelle.
Klar, wenn der ehemals trostlos-hässliche Platz umgestaltet wird, ist mit einigen Unannehmlichkeiten für den Verkehr zu rechnen. Aber was die zuständige Baufirma Schnorpfeil bei der Verkehrsführung durch diesen öffentlichen Raum geleistet hat, ist Lobbyarbeit für den motorisierten Verkehr zum einen. Die Kehrseite ist im rechtlichen Sinne bislang wohl “versuchte Körperverletzung”. Während vier (4!) Spuren einen reibungslosen Autoverkehr sichern, werden Geh- und Radwege gesperrt, zugestellt und an den Rand gedrängt.

Irrgarten in rot-weiß

Verkehrsführung vom  Stadthaus kommend auf der Bahnhofsseite

Verkehrsführung vom Stadthaus kommend auf der Bahnhofsseite

Egal von welcher Seite man als Radler oder Fußgänger den Platz ansteuert, überall enden Wege vor rotweißen Balken oder Gittern, werden größere Umwege in Kauf genommen und vor allem die erhebliche Unfallgefahr zwischen allen Verkehrsteilnehmern. Ich passiere diesen Brennpunkt täglich zwei Mal – zum Glück erst abends, aber selbst da kommt es an verschiedenen Stellen zu Nadelöhren: buchstäblich, denn auf einer Seite verengt sich der Geh- und Radweg auf nicht mal einen Meter!
Ein Zustand, der offenbar viele ärgert, wie eine von mir angestoßene Diskussion auf Facebook zeigt. Zuletzt gab ein Post dort den Anstoß, dass ich mich mit der Stadt Köln in Verbindung setze. Eine Mail an den Bürgerservice, gefolgt von weiteren an den Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) und Bürgermeisterin Angela Spizig (Grüne). Darin schildere ich ihnen die gefährliche Situation am Ottoplatz und meine Bitte, möglichst schnell eine bessere Verkehrsführung für den nicht-motorisierten Verkehr zu bewerkstelligen.

“Aus eigener Wahrnehmung bekannt”

Verkehrsführung vom Stadthaus kommend auf der Gegenseite

Verkehrsführung vom Stadthaus kommend auf der Gegenseite

Tatsächlich haben sowohl die Bezirksvertretung Innenstadt (für Hupke) als der Referent der BMin Spizig bereits zumindest per Mail geantwortet:

“Ihre Anregungen sind auch bereits im zuständigen Amt angekommen und man hat mir versprochen sich die Situation vor Ort erneut anzusehen und die Baufirmen zu bitten Rücksicht zu nehmen. Ich hoffe die Probleme lassen sich zur allgemeinen Zufriedenheit regeln.”
Christoph Goormann, Büro der Bürgermeisterin Angela Spizig.

“vielen Dank für Ihre Situationsbeschreibung zum Ottoplatz, die ich aus eigener Wahrnehmung bestätigen kann. Ich habe Ihren Hinweis an den Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik weitergeleitet und ihn gebeten darzulegen, wie sich aus seiner Sicht kurzfristig die Situation für Fußgänger und Radfahrer am Ottoplatz verbessern lässt.”
Dr. Regina Börschel, Bezirksvertretung Köln-Innenstadt, stellv. Bezirksbürgermeisterin.

Reaktionen der Passanten

Reaktionen der Passanten

Allein in der Zeit des Fotografierens zeigten sich die Probleme der Fußgänger und Radler: Verwirrung, Verstöße gegen die Verkehrsregeln und – leider nicht auf den Bildern – die Verdrossenheit, den Ottoplatz fast umrunden zu müssen, um zum Deutzer Bahnhof zu kommen. Wir sind also gespannt, was dort unternommen wird, BEVOR der Brennpunkt zum wirklichen Tatort wird; es zu blutigen, wenn nicht tödlichen Unfällen kommt.

Neues dazu hier auf elementerde.de

Eben Gans, fett – jetzt ganz fit

Trotz Schnee raus und trainieren!

Trotz Schnee raus und trainieren!

Schluss jetzt – lang genug faul herum gelegen! Die letzten Zimtsterne sind verputzt, die Tage werden wieder länger, jetzt ist Zeit, die ersten Trainingsschritte im Jahr 2013 zu machen. Und weil die Weihnachtstage quasi eine Zwangspause mit zusätzlicher Mästung waren, sollte der Start ins Training zunächst einmal die Gramm und Kilos, die Pölsterchen und Ringe ins Visier nehmen.

Quäl’ dich, du Spanferkel!
Ein echter Kickstart und eine Abwechslung vom normalen Trainingsplan ist das aus Schulzeiten bekannte Zirkeltraining. Wenn jetzt keine Assoziationen samt Turnbeutel, Umkleidespindmief und kicherigen Mädchen / Jungs aufkommen …

Das Prinzip ist so simple wie effektiv: Ein Set an Übungen, die den ganzen Körper beanspruchen wird mehrfach durchlaufen – meist mit einem gewissen Zeitdruck. Wer in einem Fitnessstudio trainiert, kann eine etwas veränderte Variante dessen recht einfach absolvieren. Aber bitte beachten: Nicht zu den Haupttrainingszeiten ins Studio – die Übungen sollen ohne große Wartezeiten hintereinander gemacht werden.

Hau rein, Hein!
Mein Vorschlag für den Saisonstart: Zirkeltraining mit Kick! Der Plan sollte wie folgt aussehen:

Element I: 3 Übungen für die Beine, z. B. Beinpresse, Strecker, Beuger mit jeweils 1×15 Wiederholungen

Kick I: 3 Minuten Ergometer bei hoher Belastung, also im Entwicklungsbereich (EB) – bei mir HF >155

Element II: 3 Übungen für den Oberkörper, z. B. Brustpresse, Latissimus, Schultern mit jeweils 1×15 Wdh.

Kick II: 4 Minuten Crosstrainier im EB

Element III: 3 Übungen für Bauch+Rücken mit jeweils 1×15 Wdh.

Kick III: 5 Minuten Laufband im EB

Dieses Set sollte zügig absolviert werden und mit einer kurzen Pause (2-3 Minuten) ein bis zwei Mal komplett wiederholt. Die Gewichte für die Elemente-Übungen sollten so hoch sein, dass man die 15 Wiederholungen gut schafft und dabei im aeroben Bereich bleibt, also ruhig weiteratmen kann. Beim zweiten (und evtl. dritten) Durchgang darf das Gewicht reduziert werden – und muss es spätestens beim dritten wohl auch…

Wer lacht, hat noch Reserven!
Im Hintergrund steht die Idee die Kraft-Ausdauer zu trainieren, die drei kurzen Kicks setzen einen zusätzlichen Trainingsreiz und kurbeln die Verbrennung an. Zum Abschluss noch ordentlich alle Muskelgruppen dehnen. Und nicht zu Hause das glykämische Fenster mit Marzipan schließen – Sinn der Übungen soll ja sein, die Spuren der trägen Weihnachtszeit zu beseitigen.

Nach vier oder sechs Wochen mit zwei Trainingstagen ist dann schon ein guter Kurs eingeschlagen. Zusätzlich noch einen Tag Laufen, Radfahren oder – je nach geografischer Ausstattung des Wohnumfelds – ein Tag auf der Skipiste legen einen soliden Grundstein für die Alpenüberquerungen, Marathons oder das, was sonst noch in 2013 an Herausforderungen lockt.

Radeln mit Message – Critical Mass Köln reitet wieder

Critical Mass Kölnreitet wieder

Critical Mass Köln reitet wieder – Quelle Malte v. Stein

Ein neues Jahr, neuer Kampf … auf Kölns Straßen herrscht leider immer noch Krach und Kaos, wenn es um das Radfahren geht. Zugeparkte, zugestellte, aufgerissene, schlechte Radwege und frustrierte, aggressive, dumme und gefährliche Autofahrer machen uns das Leben schwer.

Erobern wir die Stadt zurück! Rotten wir uns zusammen und zeigen, dass Radfahrer eine kritische Masse sein können, Teil des öffentlcihen Raums

sind und die gleichen verdammten Rechte haben wie alle anderen auch! Die Critical Mass Köln trifft sich am 25. Januar um 17:30 Uhr am Rudolfplatz … und macht es dem motorisierten Verkehr schwer.

Was “Critical Mass” ist, erfahrt ihr hier. Wir sehen uns beim Radeln mit Message, bei politischer Bewegung am Boden.