Die Tour d’Eifel

Biken mit GPS + Karte

Biken mit GPS + Karte

Oh la la! wird sich der frankophile aber nicht ganz so -phone Leser denken: “Der feine Herr macht sich in den Osterferien auf, um den Tour d’Eifell, den Eiffelturm zu besteigen. Mal was anderes, nicht immer nur Berge und Schnee. Stadt der Liebe, les éclairs, savoire vivre …”

Quatsch! Mein schmutziger Plan: 270 km mit dem Rad in 4 oder 5 Etappen von Düren nach Trier, von der Eifel über die Schneifel bis ins beginnende Hunsrück. Nur ich und das Scott Genius, nur ein Rucksack und etwa 3800 Höhenmeter – eine Transeifel, ein Eifelcross oder eben die Tour d’Eifel.

Zum Saisonstart hart ran

Der Frühling lässt auf sich warten, daher muss ein Zeichen gesetzt werden. Egal, wie das Wetter wird, zumindest ist das noch mein fester Wille, reite ich die Strecke ab. Start ist Dienstag früh in Düren, dann an der Rurtalsperre vorbei nach Monschau, wo schon mein erstes Nachtlager ist – nach 70km. Dann geht es weiter über Dahlem-Kronenburg, Biersdorf am See, wo ich jeweils übernachte. Die letzte Etappe halte ich mir noch offen: Entweder fahre ich in einem durch nach Trier (65km) oder unterbreche für Wein, Wurst und Gesang nach 30km im luxemburgischen Echternach. Alles in allem kein gemütlicher Saisonstart. Die letzten Jahre hatte es sich eingebürgert, dass drei Freunde und ich die ersten ausgedehnten Runden auf den Lago Trails hinlegten. Aber dieses Jahr fällt der Lago di Garda aus wegen is’ nich’, also geht es in die Eifel.

GPS und Karte – aus Erfahrung

Die Route stammt aus dem unfassbaren Fundus der gpsies.com, verläuft ursprünglich von Trier nach Düren, aber gleicht sich in der Routenführung in etwa den dort geposteten Einzeletappen in die “richtige” Richtung. Der Track ist eine Aufzeichnung, d.h. wir sehen die tatsächlich gefahrene Route des Autors “Loxi”. Folglich musste sie noch ein wenig geputzt werden, kleine Verfahrer, Abstecher in die Kneipe oder ins Hotel herausgelöscht werden. Wobei “Löschen” ein gutes Stichwort ist. Bei der Alpenüberquerung vergangenes Jahr haben wir die wundervolle Entdeckung gemacht, dass am ersten Tag die von dort an benötigten Kartenteile vom Dakota 20 GPS verschwunden waren…
Daraus gelernt habe ich, dass ich nun entsprechendes Kartenmaterial in wasserfester Ausgabe zusätzlich mitnehme. Kein Mensch möchte zwischen “Gondenbrett” und dem “Forsthaus Schneifel” ohne Orientierung sein – und bleiben.

Mein Schatz ... mein Scott GENIUS 20

Mein Schatz … mein Scott GENIUS 20

Die Kette gereinigt, die Bremsbeläge erneuert und lachhaften 250 Trainingskilometern in den Beinen werde ich mich also am Dienstag in ein weiteres Bikeabenteuer stürzen. Zum ersten Mal allein, zum ersten Mal in der Eifel. Über meine Bewegung am Boden lest ihr dann im Anschluss. Via Twitter wird euch @elementerde Updates zu Position und Konstitution geben.

Rock’n’Roll!