Mobiles Urban-Knitting

Urban-Knitting: Nicht nur Unikat, sondern auch Schutz vor Schloss-Kratzern am Oberrohr .

Abgesehen davon, dass ich meinen Namen “Strucken” anderen Menschen mit “Wie Stricken mit U” erkläre, ist die traditionelle Handarbeit mit Wolle und Nadeln auch wieder ganz schön hip. Okay, anders als in den 8Oern, als die Grünen strickend im Bundestag saßen. Anders als Omma das früher gemacht hat. Menschen stricken jetzt auch für die Öffentlichkeit: Urban Knitting. Bäume, Laternen oder Brückengeländer bekommen von München über Amsterdam bis nach Basel und Lissabon schöne, bunte und wollige Überzieher. Das ganze als handwerklicher Akt des zivilen Ungehorsams – an der Grenze der Legalität. Ziel ist, die Plätze, Brunnen, Straßenschilder oder Begrenzungspoller zu verschönern und aus ihrer Uniformität zu holen.

Ein großer Spaß, der auch vor meinem Radl nicht Halt gemacht hat! Na gut, es kam weniger überraschend als für manch einen Passanten, der statt des bezettelten Laternenpfahls am nächsten Morgen einen kunterbunt Bestrickten sieht. Wo immer meine Freundin und ich solche Guerilla-Strickobjekte gesehen haben, waren wir begeistert. Zudem strickt sie ebenfalls für ihr Leben gern – egal, ob Bahn, Bar oder Bezirksausschuss! Also haben wir nun ein Zeichen gesetzt, und Judith umstrickte mein Stadtrad – das noch recht unbekannte Mobile Urban-Knitting, kurz MUK!

Bike-Knitting, oder Radl-Stricken, an meinem Stadtrad

Das erinnert zwar an die alten Schaumstoff-Schützer beim BMX-Rad oder die gehäkelte Klorollenhülle auf der Hutablage im Benz, aber ich bin hiermit sowas von URBAN – ist ja schließlich auch mein “Urban-Cycle”. Und das ganz im Sinne der Strickbewegung, aber völlig legal und straffrei. Like that and do it, too!  :-)

Wer mehr wunderbare Bilder von bestrickter Öffentlichkeit sehen möchte, bitteschön!