Ein Wintertag in München

Minga Oida (umgspr. bayr. für München, mein Freund!)

Minga Oida (umgspr. bayer. für “München, mein Freund!”)

Manchmal gibt es so Tage – es regnet, schneit, es ist grau und kalt – da reicht dir schon der Winter, obwohl wir noch nicht einmal Weihnachten haben …

Und dann kommt so ein wunderschöner, klarer Wintertag und es zieht dich mit aller Macht nach draußen! Was kann man nicht alles erleben?! Direkt vor der Haustüre: In meinem Fall direkt an der Münchner Isar.

Zunächst einmal übte ich mich in Bewegung am Boden und wanderte die geliebten Gestade dieses Flusses entlang. In Nähe des Hellabrunner Zoos haben die Natur und fleißige Maschinen der Stadt München der Isar wieder ein naturnahes Bett gegeben und viele dicke, helle Steine zieren ihren Lauf. Der sogenannte Flaucher ist im Sommer Grillrauch schwanger und maßlos überbevölkert – jetzt im Winter aber eine der schönsten Ecken der Isar auf Münchner Stadtgebiet.
Gerade die dicken Brocken im niedrigen Wasser haben es mir angetan. Man kann so an vielen Stellen die Inseln im Fluss erreichen und einen schönen, weil unüblichen, Blick die Isar entlang werfen. An diesem Samstag schien das Wasser so einladend klar und gemächlich. Ein Schritt später – zuvor vom sicheren Brocken auf den nächsten, etwas wackeligen vortastend – steht das arschkalte Wasser mir nicht nur bis zum Rand in den Schuhen, sondern auch bis über die beide Knie. Ungeschickte Bewegung am Boden – eiskalt gerächt.

Stille Wasser sind tief - und arschkalt

Stille Wasser sind tief – und arschkalt

Nachdem der Großteil Isar wieder meinen Wanderstiefeln entflossen ist, wird die Wanderung fortgesetzt. Es gilt die U-Bahnstation Thalkirchen zu erreichen. Ich halte mich jetzt an die festen Ufer, die allerdings an einer Stelle fest von diversem Geflügel besetzt sind: Schwäne, Enten, Gänse, Möwen und Raben paradieren hier als ginge es hier um den Recall bei DSDS oder gar GNTM. Eine weitere Parallele zu Heidis Mager-Mädchen: Die Vogeltiere sind zutraulich, gieren nach Aufmerksamkeit und sind spitz auf jedes Bröckchen Essen. Lässt man sich auf ihr Niveau herunter – ich spreche nun wieder von den Tieren – agiert quasi auf Augenhöhe, dann kommen zumindest Schwäne und Gänse bis auf Armlänge an dich heran. Oder noch näher, was mit einem heimtückischen Angriff von unten eingeleitet wird.

Schwanalarm

Alter …                           hau ab, Mensch, oder ich …                      fresse dich!

Mensch und Maschine sind wohlbehalten zurückgekehrt, Füße kalt, aber mit dem guten Gefühl, diesen Wintertag am Flaucher sehr schön erlebt zu haben.

Das Element Erde

Der Autor beim Alpencross 2012

Der Autor beim Alpencross 2012

Willkommen auf meinem Platz im Internet!

In Zukunft dreht es sich hier um das Element Erde. Aber keine Sorge wir betreten nicht die esoterischen, astrologischen Gefilde. Das Element Erde definiert den Raum, in dem ich mich thematisch und körperlich bewege: Mit dem Mountainbike im Gebirge, mit dem Rennrad auf der Landstraße, beim Lauftraining im Wald oder auf Schnee mit einem Board an den Füßen. Die Hauptsache ist, es bewegt sich etwas. Aber nicht im Wasser, nicht zu lange in der Luft, es ist eben Bewegung am Boden.

Auf Element Erde werde ich berichten über neue Technik und Gadgets, Training, Reisen und Spaß auf dem Rad oder zu Fuß. Am Rhein, in der Eifel, den Alpen oder wo es mich sonst noch hinzieht. Ihr könnt teilhaben an diesen meist sportlichen Erlebnissen in der Natur.

Zum Autor: Geboren 1977 in Viersen am flachen Niederrhein zog es mich schon früh in die Sandkästen und noch viel lieber in die dicke, braune Erde des heimischen Gartens. Mit ein wenig Anlaufschwierigkeiten lernte ich Radfahren: Der Grundstein für meine Passion, andere nennen es “Hobby”, schlicht die Bewegung auf zwei Rädern.
Mit einem neon-roten “Heidemann Marble Canyon” für 1000 DM begannen die Liebe für bessere Bikes schon im unschuldigen Alter von etwa 12 Jahren und die regelmäßigen Besuche der Süchtelner Höhen – ein etwa 60 Meter hoher Zug mit dichtem Wald.
Das Studium brachte mir zeitweilig sowohl einiges Wissen wie auch einige Kilo mehr. Doch wozu hatte ich den wunderbaren Münsteraner Aasee, wenn nicht zum Drumherumlaufen und so die überzähligen Röllchen auf der Strecke zu lassen?! Mit der Millenniumsgrenze  hatte sich ernster sportlicher Ehrgeiz eingestellt, und der Grevenbroicher Volkslauf (10km) bestätigte mir, dass ich mit gut 53 Minuten zumindest in die richtige Richtung lief.
Irgendwann viele Jahre, Bikes und Kilometer später zog ich nach München-Giesing. Mit den Alpen vor der Nase gab es kein Halten mehr. Die Räder wurden noch besser, die Ausfahrten länger, auch ein eigenes Snowboard erweiterte den Aktionsbereich so wie das sportliche Wandern auf den Hausbergen und zu fremden Gipfeln.
Heute lebe ich in Köln und München. In jüngster Zeit habe ich zwei Alpenüberquerungen (2010, 2012) mit dem Rad gemacht und meinen ersten Halbmarathon in Köln (2011, 2:38 h) gelaufen. Ich trainiere im Schnitt fünf Mal die Woche, je nach Ziel. Aktuell möchte ich am Tegernsee zu meinem zweiten Halbmarathon starten – mit besserer Zeit!

Meine aktuellen Sportgeräte:

Trekkingrad: Cube TOURING CC (2012)

Funbike: Cannondale BAD BOY 26 Disc (2010)

Rennrad: Simplon EXOS (2005)

Mountainbike 1: Scott GENIUS 20 (2009)

Mountainbike 2: Votec M6 light (2002)

Mountainbike 3: Centurion Backfire Light (2008)

Antikbike 1: Schauff Rennrad “Super de luxe Modell ’72” (im Aufbau)

Antikbike 2: Vitus 979 in schwarz (~1985)

Bilder von meinen “Liebsten” findet ihr im Bereich Fotoalbum.